HyperaktivitätZu dem Begriff "Hyperaktivität"
reihen sich Bezeichnungen ein, die wohl jeder schon gehört hat,
wie "Zappelphillip", unkonzentriert, "Tagträumer",
"er kann, wenn er will", "schwierige Kinder" Die Definition lautet speziell: Diese Störungen
sind charakterisiert durch einen frühen Beginn, die Kombination
von überaktivem, wenig moduliertem Verhalten mit deutlicher Unaufmerksamkeit
und Mangel an Ausdauer bei Aufgabenstellungen. Dieses Verhalten erfolgt
situationsunabhängig und zeitstabil.
Die deutsche Bezeichnung
"Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" (ADS) entstand aus der Übersetzung
des englischen Begriffs Attention Defizit Disorder (ADD). Die Hauptsymptome sind beeinträchtigte
Aufmerksamkeit und Überaktivität. Für die Diagnose sind
beide notwendig und beides sollte in mehr als einer Situation Die beeinträchtigte
Aufmerksamkeit zeigt sich darin, daß Aufgaben vorzeitig abgebrochen
und Tätigkeiten nicht beendet werden. Die Kinder wechseln häufig
von einer Aktivität zur anderen, wobei sie anscheinend das Interesse
an einer Aufgabe verlieren, weil sie zu einer anderen hin abgelenkt
werden. Diese Defizite in Aufmerksamkeit
und Ausdauer sollten nur dann diagnostiziert werden, wenn sie im Verhältnis
zum Alter und Intelligenzniveau des Kindes sehr stark ausgeprägt
sind. Überaktivität bedeutet
exzessive Ruhelosigkeit, besonders in Situationen, die relative Ruhe
verlangen. Situationsabhängig kann sie sich im Herumlaufen oder
Herumspringen äußern, im Aufstehen, wenn dazu aufgefordert
wurde, sitzen zu bleiben, in ausgeprägter Redseligkeit und Lärmen
oder im Wackeln und Zappeln. Die folgenden Begleitmerkmale sind für die Diagnose nicht notwendig, stützen sie jedoch
(sie äußert sich in Einmischung in oder Unterbrechung von Aktivitäten anderer oder vorschnellem Beantworten noch nicht vollständig gestellter Fragen oder in der Schwierigkeit zu warten, bis man an der Reihe ist). Lernstörungen und motorische Ungeschicklichkeiten treten mit großer Häufigkeit auf. Bestandteil der eigentlichen Diagnose der hyperkinetischen Störung sind sie jedoch nicht immer. Die charakteristischen Verhaltensprobleme sollen früh (vor dem 6. Lebensjahr) begonnen haben und von längerer Dauer sein. Wegen der breiten Variation der Norm ist Hyperaktivität vor dem Schulalter schwierig zu erkennen. Bei Vorschulkindern soll nur ein extremes Ausmaß zu dieser Diagnose führen. Auch im Erwachsenenalter
kann diese Diagnose gestellt werden.
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Ergotherapie
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