Hyperaktivität

Zu dem Begriff "Hyperaktivität" reihen sich Bezeichnungen ein, die wohl jeder schon gehört hat, wie "Zappelphillip", unkonzentriert, "Tagträumer", "er kann, wenn er will", "schwierige Kinder" etc., um das Bild des Betroffenen zu umschreiben.

Die Definition lautet speziell:

Diese Störungen sind charakterisiert durch einen frühen Beginn, die Kombination von überaktivem, wenig moduliertem Verhalten mit deutlicher Unaufmerksamkeit und Mangel an Ausdauer bei Aufgabenstellungen. Dieses Verhalten erfolgt situationsunabhängig und zeitstabil.

Ein neuerer Begriff ist das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, kurz ADS. Es werden drei Typen von ADS unterschieden:

unaufmerksamer Typus (das Kind ist vorwiegend unaufmerksam, aber weder hyperaktiv noch impulsiv)

hyperaktiver, impulsiver Typus (das Kind ist hyperaktiv und impulsiv, aber nicht unaufmerksam)

Mischtypus (Kind ist impulsiv, hyperaktiv und unaufmerksam)

Die deutsche Bezeichnung "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" (ADS) entstand aus der Übersetzung des englischen Begriffs Attention Defizit Disorder (ADD).

Diagnostische Leitlinien/Symptome:

Die Hauptsymptome sind beeinträchtigte Aufmerksamkeit und Überaktivität. Für die Diagnose sind beide notwendig und beides sollte in mehr als einer Situation (z.B. zu Hause, im Klassenraum, in der Klinik) vorkommen.

Die beeinträchtigte Aufmerksamkeit zeigt sich darin, daß Aufgaben vorzeitig abgebrochen und Tätigkeiten nicht beendet werden. Die Kinder wechseln häufig von einer Aktivität zur anderen, wobei sie anscheinend das Interesse an einer Aufgabe verlieren, weil sie zu einer anderen hin abgelenkt werden.

Diese Defizite in Aufmerksamkeit und Ausdauer sollten nur dann diagnostiziert werden, wenn sie im Verhältnis zum Alter und Intelligenzniveau des Kindes sehr stark ausgeprägt sind.

Überaktivität bedeutet exzessive Ruhelosigkeit, besonders in Situationen, die relative Ruhe verlangen. Situationsabhängig kann sie sich im Herumlaufen oder Herumspringen äußern, im Aufstehen, wenn dazu aufgefordert wurde, sitzen zu bleiben, in ausgeprägter Redseligkeit und Lärmen oder im Wackeln und Zappeln.

Beurteilungsmaßstab sollte sein, daß die Aktivität im Verhältnis zu dem, was in der gleichen Situation von gleichaltrigen Kindern mit gleicher Intelligenz zu erwarten wäre, extrem ausgeprägt ist. Dieses Verhaltensmerkmal zeigt sich am deutlichsten in strukturierten und organisierten Situationen, die ein hohes Maß an eigener Verhaltenskontrolle fordern.

Die folgenden Begleitmerkmale sind für die Diagnose nicht notwendig, stützen sie jedoch

Distanzlosigkeit in sozialen Beziehungen,
Unbekümmertheit in gefährlichen Situationen und
impulsive Mißachtung sozialer Regeln

(sie äußert sich in Einmischung in oder Unterbrechung von Aktivitäten anderer oder vorschnellem Beantworten noch nicht vollständig gestellter Fragen oder in der Schwierigkeit zu warten, bis man an der Reihe ist).

Lernstörungen und motorische Ungeschicklichkeiten treten mit großer Häufigkeit auf. Bestandteil der eigentlichen Diagnose der hyperkinetischen Störung sind sie jedoch nicht immer.

Die charakteristischen Verhaltensprobleme sollen früh (vor dem 6. Lebensjahr) begonnen haben und von längerer Dauer sein. Wegen der breiten Variation der Norm ist Hyperaktivität vor dem Schulalter schwierig zu erkennen. Bei Vorschulkindern soll nur ein extremes Ausmaß zu dieser Diagnose führen.

Auch im Erwachsenenalter kann diese Diagnose gestellt werden.

 

Die Behandlung

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Ergotherapie Gaby Hoffmann  Badstuben 11 06449 Aschersleben Tel. (0 34 73) 22 18 96